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Naturgartenzertifizierung

 

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege wurden auch 6 Gärten mit der Plakette „Naturgarten – Bayern blüht“, die die Zertifizierung 2021 absolvierten, ausgezeichnet.

Die Idee stammt aus Österreich und wurde von der bayerischen Landesregierung übernommen.

Ausgezeichnet werden Gärtnerinnen und Gärtner, die ressourcenschonend und ökologisch, in ihren Hausgärten für eine hohe Artenvielfalt sorgen. Sie zeigen, dass man auch auf dem eigenen Grundstück lebenswerte Rückzugs- und Erholungsorte für Flora, Fauna und Mensch schaffen kann.

Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Anerkennung als Naturgarten sind vier Kernkritierien: Der Verzicht sowohl auf chemische Pflanzenschutzmittel, als auch auf chemisch-synthetische Dünger. Ebenfalls sollten im Garten keine torfhaltigen Substrate zur Bodenverbesserung verwendet werden. Am wichtigsten ist jedoch eine hohe ökologische Vielfalt im Garten. Das bedeutet, dass sich dort verschiedenste Lebensbereiche, wie z.B. Trockenmauern, Feuchtbiotope oder Wiesenbereiche, finden, die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum bieten.

Zertifizieren lassen kann sich jede/r Gartenbesitzer/in, egal ob diese/r nun Mitglied in einem Gartenbauverein ist oder nicht.

Interessierte können sich bei Benedikt Herian unter der Nummer 09071/ 51-180 oder der E-Mail Adresse benedikt.herian@landratsamt.dillingen.de melden. Die nächste Runde findet im Frühjahr/Sommer statt.

Die 7 zertifizierte Naturgärten im Landkreis finden sich in Binswangen (Erika Heindel, Volker und Heidi Terpoorten, Franz Endres), Dillingen (Alwin und Ulrike Führer) und Lauingen (Ingeborg und Dietmar Uhl).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herbstversammlung 2022

 

Bachhagel. Kreisvorsitzender Manfred Herian konnte zur diesjährigen Herbstversammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege zahlreiche interessierte Gäste begrüßen. Zu Beginn begrüßte Bürgermeister Ingo Hellstern die Vertreter der 60 Vereine, Bachhagels Vorsitzender Stefan Schneid erläuterte die Ziele des gastgebenden Vereins, so werden zurzeit 125 Bäume im Ort gepflanzt und Andi Mattern stellte den vereinseigenen Pflanzenkohleofen vor.

Den Hauptteil der Versammlung bestritt Kreisfachberater Benedikt Herian mit dem Vortrag „Mein Freund, der Baum - Warum er für uns so wichtig ist, und warum er immer wichtiger werden wird“.

In der Präsentation zeigte er die verschiedenen Probleme, denen Bäume in der heutigen Zeit ausgesetzt sind: Von der Trockenheit, über Pilzkrankheiten und tierischen Schädlingen bis hin zu seinem größten Feind, dem Menschen.

Gerade letzterer macht es ihnen besonders schwer. Dies fängt bei der falschen Pflanzung an, geht weiter bei der unsachgemäßen Pflege und endet bei oftmals überflüssigen Fällungen.

Jedoch bieten Bäume so viel für Mensch und Umwelt. In Zeiten des Klimawandels sind sie als Schattenspender, Klimaanlage und Sauerstoffproduzent unabdingbar. Sie bieten Nahrung für Mensch und Tier, schützen unseren Boden und absorbieren sogar Lärm.

Vor allem die Wichtigkeit alter, großkroniger Bäume wurde thematisiert. Zum Vergleich: eine 80-jährige Linde speichert im Vergleich 10-mal so viel CO², produziert 10-mal mehr Sauerstoff und hat die 10-fache Kühlleistung eines 20-jährigen Exemplars. So ist es ökologisch weitaus sinnvoller alte Bäume zu erhalten, als neue zu pflanzen.

 

In einem weiteren Teil des Vortrages wurden auch die anderen Ökosystemleistungen heimischer Baumarten gewürdigt. Die Eiche gilt als Hort der Biodiversität, mehr als 1300 heimische Käferarten leben an ihr. Verschiedene Weidenarten liefern im Frühjahr den ersten Pollen und Nektar für viele bestäubende Insekten. Bäume der Gattung Sorbus (Mehlbeeren) wie Elsbeere, Speierling oder auch Eberesche ziehen als Nahrungsquelle zahlreiche Vogelarten und Säugetiere an.

Doch nicht nur heimische Gehölze wurden vorgestellt. So galt ein weiteres Augenmerk den sogenannten Klimabäumen. Dies sind Arten und Sorten, die mit den Herausforderungen, vor allem im besiedelten Raum, in Zukunft besser zurechtkommen sollen. Diese können die längeren Trockenheitsphasen, extreme Hitzeereignisse, der beschränkte Wurzelraum oder auch Streusalz sein. Exemplarisch stellte Herian den französischen Ahorn, die Silberlinde oder die Blumenesche vor.

Im Anschluss an seinen Vortrag informierte der Kreisfachberater die Anwesenden über das neue Förderprogramm „Streuobst für alle“, bei dem in Bayern bis 2035 eine Million neuer Obstbäume gepflanzt werden sollen.

Eine angenehme Abrundung des Abends gelang Manfred Herian. Er begrüßte die neuen anwesenden Vorsitzender der einzelnen Obst- und Gartenbauvereine, Ralf Keller, Haunsheim, Helga Sturm-Melber, Hirschbach-Possenried, Elisabeth Gaiss-Miller, Holzheim, Hans Mayr, Medlingen, Josef Sing, Schwennenbach, und Beatrix Diedering, Syrgenstein.